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Digital Signage ist ein Sammelbegriff für alle Arten digitaler Bildschirme, die für Kommunikation genutzt werden – von TV-Bildschirmen und LED-Schildern bis hin zu interaktiven Displays, drinnen wie draußen. Oft nennt man das auch Digital Out-of-Home (DOOH) oder, in manchen Regionen, Narrowcasting.

👉 Kurz gesagt: Digital Signage ist eine Möglichkeit, mit dynamischen, visuellen Botschaften direkt ein lokales Publikum zu erreichen.

Was ist Digital Signage?

Digital Signage ist ein Mittel, um direkt mit einem lokalen Publikum über eine einzelne Botschaft oder eine Abfolge von Botschaften zu kommunizieren. Bekannte Beispiele sind:

  • Große Bildschirme mit Werbung in einem Einkaufszentrum

  • Digitale Menütafeln in einem Restaurant

  • Bildschirme im Krankenhaus mit allgemeinen Informationen

  • Ankunfts- und Abfahrtszeiten an Knotenpunkten des öffentlichen Nahverkehrs

Digital Signage kann für externe Kommunikation (an Kund:innen, Patient:innen und Besucher:innen) und interne Kommunikation (an Mitarbeitende) genutzt werden. Interne Kommunikation über Bildschirme in Fluren, der Kantine und an Kaffeemaschinen zeigt aktuelle Unternehmensnachrichten und Entwicklungen.

Wichtige Bestandteile eines Digital-Signage-Systems

  1. Digital Signage-Inhalte

Alles beginnt mit den Inhalten: einer einzelnen Botschaft oder – häufiger – einer Abfolge von Botschaften (Präsentation), die du deiner Zielgruppe zeigen möchtest. In der einfachsten Form ist das eine Abfolge statischer Bilder oder Videos, die von Kreativprofis mit gängigen Design-Tools erstellt werden.

Heutzutage wird auch interaktives Digital Signage immer häufiger eingesetzt. Interaktive Inhalte geben Kund:innen zum Beispiel die Möglichkeit, Produkte oder Services zu durchstöbern.

Der Inhalt ist die Botschaft, die du teilen willst:

  • Live-Feeds

  • Statische Bilder

  • Videos und Animationen

  • Interaktive Produktbrowser

Tipp: Halte den Text kurz und die Visuals klar – so erzielst du die maximale Wirkung.

  1. Digital Signage CMS (Content-Management-System)

Ein Digital Signage CMS ist die Software, mit der du deine Inhalte erstellst, organisierst und planst. Du erstellst und pflegst deine Botschaften auf Seiten in diesem CMS. Im CMS stellst du Botschaften zu einer Reihenfolge zusammen, um eine Präsentation zu formen.

Im Digital Signage CMS hast du außerdem einen Überblick über alle TV-Bildschirme, die du verwaltest und auf die du deine Inhalte veröffentlichen kannst. Die ausgewählten TV-Bildschirme erhalten deine Inhalte, sobald du eine Präsentation veröffentlichst, und starten zu dem von dir gewählten Zeitpunkt.

Digital Signage CMS gibt es in allen möglichen Varianten. Die einfachsten erlauben dir, hochgeladene Mediendateien in eine Wiedergabereihenfolge zu bringen. Die eigentliche Inhaltserstellung musst du komplett mit externen Tools erledigen. Dann gibt es High-End-Tools, mit denen du alle Arten schicker Präsentationen mit Hunderten von Variablen, Effekten, Timelines usw. erstellen kannst. Das richtet sich an Content-Profis, die täglich mit solchen Tools arbeiten. Dazwischen findest du Tools, mit denen du Medien hochladen und deine Inhalte hinzufügen und verwalten kannst – so, wie du es auch in einer PowerPoint-Präsentation tun würdest. Diese Mittelklasse-Tools richten sich an Leute, die sich einen guten Grad an Gestaltungsfreiheit wünschen und gleichzeitig von einem System profitieren wollen, das für praktisch alle einfach genug zu bedienen ist.

  1. Einen Computer zum Erstellen und Verwalten von Inhalten

Als Content Creator und/oder Manager brauchst du einen Computer, mit dem du deine Inhalte erstellst und verwaltest. Ein Computer, auf dem das Digital Signage CMS in einem einfachen Setup läuft. Wenn du deine Inhalte erstellst, veröffentlichst du sie direkt auf den passenden Wiedergabegeräten, fährst deinen Computer herunter und gehst nach Hause.

A computer connected to two digital signage screens.

In seiner Einfachheit liegt die größte Einschränkung: Praktisch kann nur ein Nutzer den Inhalt verwalten. Außerdem muss dieser Nutzer die Digital Signage CMS-Software installieren und aktuell halten.


  1. Einen zentralen Server, auf dem das Digital Signage CMS läuft

Wenn mehrere Personen Inhalte erstellen und verwalten können sollen, ist es sinnvoller, auf ein Setup zu wechseln, bei dem das Digital Signage CMS auf einem zentralen Computer (Server) läuft, auf den du dich von deinem Computer aus einloggst.

Computers connected to a central server to run the digital signage cms on.

Auch wenn klar ist, dass du mit diesem Setup mehr Flexibilität bekommst, merkst du auch, dass die Komplexität steigt: Du musst jetzt einen Server kaufen und warten, die Digital Signage CMS-Software installieren und aktuell halten.

  1. Cloudbasierte Digital Signage-Software

Zum Glück hat das Internet schon einiges Gutes in die Welt gebracht – inklusive „Software as a Service“. Statt also mit Hardware und Digital Signage CMS-Software herumzuhantieren, kannst du ein webbasiertes Digital Signage CMS nutzen. Alles, was du brauchst, ist ein Webbrowser auf deinem Computer, und du loggst dich auf einer Website ein, auf der du all deine Inhalte erstellst, verwaltest und veröffentlichst.

Computers connected to the browser/ cloud-based digital signage software.

Cloudbasierte Software bedeutet weniger Hardware, die du kaufen, verwalten und warten musst. Außerdem kannst du immer sicher sein, die neueste Softwareversion zu nutzen, ohne etwas installieren zu müssen.

  1. Wiedergabegeräte oder „Media Player“

Ein Wiedergabegerät ist ein kleiner Computer, der Software ausführt, die die Inhalte lesen kann, die du im Digital Signage CMS erstellt hast, und sie auf dem daran angeschlossenen (TV-)Bildschirm darstellt.

Digital signage playback devices or media players highlighted.

Es gibt verschiedene Arten von Wiedergabegeräten:

  • Einen einzelnen kleinen Computer, der an der Rückseite jedes TV-Bildschirms montiert ist;

  • Einen kleinen Computer, der im Gehäuse des TVs eingebaut ist, zum Beispiel ein Consumer-Smart-TV mit Tizen (von Samsung) oder WebOS (von LG) oder ein professioneller TV-Bildschirm mit Android oder sogar Windows;

  • Ein zentraler Computer, der eine oder mehrere Präsentationen gleichzeitig ausführt und jede an einen bestimmten Bildschirm sendet. In den meisten Fällen braucht das zusätzliche Hardware, um zwischen diesem Hauptcomputer und jedem Bildschirm zu kommunizieren.

Viele Digital Signage CMS verlangen, dass du spezielle Wiedergabegeräte zu relativ hohen Preisen für die Hardware kaufst, die du dafür bekommst. Andere Digital Signage CMS funktionieren nur mit bestimmter Wiedergabe-Software, die auf dem Wiedergabegerät installiert werden muss. Manche webbasierten Digital Signage CMS spielen Inhalte jedoch in jedem Standard-Webbrowser ab. Browserbasierte Software erspart dir die Installation und Verwaltung herstellerspezifischer Software und lässt dir die Wahl zwischen vielen verschiedenen Hardwaretypen, passend zu deinen Bedürfnissen und deinem Budget.

  1. TV-Bildschirme und andere digitale Displays

Ein TV-Bildschirm oder ein anderes digitales Display, etwa ein großer LED-Bildschirm, ist die Fläche, auf der dein Publikum deine Präsentation sieht. Er zeigt die Ausgabe des Wiedergabegeräts an.

digital signage screens higyhlighted.

Normale Consumer-TVs sind für Digital Signage oft völlig ausreichend. Aber nicht jede Umgebung eignet sich gut für einen Consumer-TV; zum Beispiel:

  • ein Schaufenster, das viel Sonnenlicht abbekommt, braucht einen besonders hellen Bildschirm, damit das Bild gut sichtbar ist;

  • ein Outdoor-Bildschirm wetterfest sein muss;

  • ein unbeaufsichtigter Bildschirm in einem Sportstadion „vandalismussicher“ sein muss;

  • professionelle Bildschirme länger verfügbar sind, falls einer aus einer Reihe identischer Bildschirme ersetzt werden muss.

Vorteile von Digital Signage

Aufmerksamkeit erzeugen
Ansprechende Visuals und Animationen ziehen die Aufmerksamkeit der Zielgruppe auf die Digital Signage-Bildschirme.

  • Dynamisch
    Erstelle interaktive Inhalte und reagiere auf deine Zielgruppe. Die Inhalte lassen sich schnell anpassen, sodass die Botschaft perfekt auf das Publikum zugeschnitten ist. Ideal für Momente oder Events, die eine bestimmte Zielgruppe anziehen, zum Beispiel Karrieremessen oder Networking-Drinks.

  • Kosteneffizient
    Mit Digital Signage brauchst du weniger Investitionen, zum Beispiel in Printmedien und Distribution.

  • Nachhaltig
    Digitale Informationsversorgung ersetzt traditionelle Medien und sorgt dadurch für deutliche Einsparungen beim Verbrauch von Papier und anderen Rohstoffen (wie Kunststoff und Tinte).

  • Vielseitig einsetzbar
    Digital Signage unterstützt eine große Bandbreite an Technologien und Apps, sodass es für jede technische Herausforderung eine Lösung gibt.

  • Maximale Flexibilität
    Verwalte Digital Signage-Inhalte zentral. Passe die angezeigten Inhalte mit einem Klick über das Internet an – weltweit und gleichzeitig auf Tausenden von Informationsbildschirmen.

  • Bessere Kommunikation
    Botschaften sind immer aktuell und lassen sich schnell und einfach anpassen, anders als bei traditionellen Medien.

Beispiele für Digital Signage

Wir haben am Anfang dieses Artikels schon einige Beispiele für Digital Signage erwähnt. Nutze Digital Signage für die unterschiedlichsten Zwecke.

Ein bekanntes Beispiel ist der Einsatz von Digital Signage im Wartezimmer eines Zahnarztes oder Arztes. Zum Beispiel zeigen die Bildschirme im Wartezimmer an, wie lang die Wartezeiten sind, oder du bekommst eine Nachricht, sobald du an der Reihe bist. Der Bildschirm hält die Aufmerksamkeit des Publikums, indem er die für dich wichtigen Inhalte mit lokalem Wetter, Nachrichten und Gesundheitstipps abwechselt. Digital Signage ist eine hervorragende Lösung, um die Wartezeit für Patient:innen angenehmer zu machen.

Bildschirme in einem Geschäft sind ein weiteres bekanntes Beispiel für Digital Signage. Das sieht man oft in großen Elektronik- und Haushaltsgerätehäusern. Zum Beispiel informieren die Bildschirme über Angebote und neue Produkte. Bei interaktiven Bildschirmen können Kund:innen mehr Informationen erhalten und Produkte durchstöbern, meist kombiniert mit Videoclips. Digital Signage ist in diesem Fall eine hervorragende Möglichkeit, Käufe anzuregen und die Atmosphäre im Geschäft zu verbessern.

Eine dritte weit verbreitete Anwendung von Digital Signage ist die Anzeige von Menüs und Angeboten in Restaurants, Freizeitlokalen und Snackbars. Neue Produkte oder Angebote lassen sich mit digitalen Menüs und Preislisten schnell zum Menü hinzufügen. Auch Preisänderungen können schnell umgesetzt werden, sodass sich Produkte ganz einfach regelmäßig hervorheben lassen. Denk zum Beispiel an ein Monatsangebot oder neue Produkte im Sortiment.

Digital Signage ist ein hervorragendes Kommunikationsmittel innerhalb großer Unternehmen. Die neuesten Unternehmensnachrichten werden im Aufzug oder am Kaffeeautomaten angezeigt. Zum Beispiel Finanzzahlen, neue Produktveröffentlichungen oder wer an diesem Tag im Unternehmen Geburtstag hat. Eine einfache Möglichkeit, Mitarbeitende informiert und eingebunden zu halten.

Worauf solltest du bei Digital Signage achten?

Für den richtigen Einsatz von Digital Signage solltest du auf mehrere Dinge besonders achten. Hier sind einige davon:

  1. Die Größe des Bildschirms
    Bei der Bestimmung der Bildschirmgröße müssen mehrere Faktoren berücksichtigt werden. Eine davon ist der durchschnittliche Betrachtungsabstand zum Bildschirm. Der Bildschirm muss groß genug sein, damit alle Inhalte gut lesbar sind. Ein Bildschirm kann zwar nicht zu groß sein, aber ein unnötig großer Bildschirm führt natürlich zu höheren Investitionen. Die ideale Bildschirmgröße hängt von der Situation ab, deshalb bleibt es immer eine Herausforderung, die perfekte Größe zu finden. Wir haben ein praktisches Tool entwickelt, das dir dabei hilft, die perfekte Bildschirmgröße zu finden. Das Tool sagt dir ganz genau, wie groß dein Bildschirm sein muss, damit die Inhalte lesbar bleiben.

  2. Die Größe der Inhalte
    Der durchschnittliche Betrachtungsabstand bestimmt die Größe der Inhalte. Die Inhalte müssen lesbar sein. Ein Digital Signage-Bildschirm, der als Werbetafel an einer Autobahn steht, braucht größere Inhalte als der Digital Signage-Bildschirm im Wartezimmer eines Zahnarztes.

  3. Integration mit anderer Software
    Wenn du ein Content-Management-System für Digital Signage auswählst, spielen Software-Integrationen eine wichtige Rolle. Du willst so wenig Zeit wie möglich mit manuellen Updates verbringen. Mit einem Managementsystem, das sich mit anderen Systemen integrieren lässt, kannst du die Inhalte weitgehend automatisieren. Denk zum Beispiel an die Anzeige der neuesten Nachrichten, Wettervorhersagen, Termine oder Facebook-Nachrichten.

  4. Der richtige Bildschirm
    Nicht alle Consumer-TVs eignen sich gleichermaßen für Digital Signage. Deshalb gibt es spezielle Digital Signage-Bildschirme auf dem Markt. Diese Bildschirme haben eine längere und umfangreichere Garantie, die den gewerblichen Einsatz abdeckt. Für den gewerblichen Einsatz konzipierte Bildschirme bieten längere Garantien als Consumer-Bildschirme. Viele Hersteller bieten für Bildschirme, die 24/7 genutzt werden, Garantien über mehrere Jahre. Ein Digital Signage-Bildschirm ist bei Setups mit mehreren Bildschirmen fast unverzichtbar. Digital Signage-Bildschirme haben normalerweise sehr schmale Ränder, sodass du ein nahtloses Multi-Screen-Bild erstellen kannst. Außerdem sind diese Bildschirmtypen oft viel länger verfügbar, sodass du einen defekten Bildschirm in deinem Setup problemlos ersetzen kannst. Mit einem Marktanteil von 33 % ist Samsung der größte Hersteller von Digital Signage-Bildschirmen. Die wichtigsten Wettbewerber sind LG, Goodview und NEC. Dieser Wettbewerb ist für Verbraucher:innen positiv, weil er das Angebot erhöht, die Preise senkt und Innovation fördert.

  5. Der richtige Media Player
    Um deine Inhalte auf digitalen Bildschirmen abzuspielen, brauchst du einen Media Player: Das kann von einem Smart-TV bis hin zu einem vollwertigen Desktop-Computer reichen. Bei einem Smart-TV kannst du den eingebauten Internetbrowser nutzen, aber der hat oft nur eine begrenzte Verarbeitungsgeschwindigkeit. Wähle deshalb einen externen Media Player, der sich mit dem Internet verbindet und auf deinen Digital-Signage-Kanal abgestimmt werden kann. Es gibt eine riesige Auswahl an Media Playern, und die Wahl des richtigen Geräts hängt von der Situation ab. Lass dich deshalb gut beraten, bevor du einen Media Player kaufst, oder schau auf unserer Hilfeseite nach weiteren Infos zu den beliebten Optionen.

  6. Sicherheit
    Sorge für gute Sicherheit in deinem Digital-Signage-Netzwerk. Die Wahl des Content-Management-Systems spielt hier eine wichtige Rolle, aber auch die Hardwaresicherheit ist essenziell. So verhinderst du, dass dein Digital-Signage-Kanal oder deine Digital Signage-Bildschirme Inhalte von schädlichen Dritten anzeigen.

  7. Wähle das richtige Managementsystem
    Wähle ein benutzerfreundliches Betriebssystem, mit dem du einfach arbeiten kannst. Viele verschiedene Anbieter mit benutzerfreundlichen Betriebssystemen bieten viel Unterstützung. Nimm dir die Zeit für eine fundierte Entscheidung. Eine gut getroffene Entscheidung bewahrt dich davor, mit einem unnötig komplizierten System belastet zu werden.

Fazit

Es gibt viele Wege, Digital Signage aufzusetzen, und jeder hat Vor- und Nachteile. Es würde uns nicht überraschen, wenn du nach diesem kurzen Überblick noch ein paar Fragen hast. Dann frag einfach nach. Wir beantworten sie dir gern.

Pascal Lindelauf, Gründer von Bizplay

Pascal Lindelauf

Gründer

Pascal is the founder of Bizplay and has 15+ years of experience in digital signage software. As a former IT consultant, he has built software solutions for organizations from medium-sized businesses to large banks and now focuses on making digital signage easier to manage for businesses.

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